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đ’źđ’žđ’œđ“Šđ“â„Ż đ’Ÿđ“ˆđ“‰......ErZIEHung

Aktualisiert: 16. Nov.

"Einen jungen Menschen imaginÀr an der Leine zu halten, um an ihm zu ziehen, damit er das macht, was ich von ihm erwarte" - dieses Bild erscheint wenn ich an das Wort Erziehung denke.

Wir leben nach wie vor in einer Hierarchie. Laut Wikipedia bedeutet Hierarchie:

Hierarchie ist eine stufenmĂ€ĂŸig auf Überordnung und Unterordnung beruhende Ordnung, die auf Herrschaft und Unterwerfung aufbaut.

Hierarchie begegnet uns nahezu unser gesamtes Leben. Eltern beginnen schon im Kleinkindalter mit ErZIEHung. Sie definieren Regeln, an die sich das Kind zu halten hat. Beim Nicht-Einhalten drohen Bestrafungen.

Weiter gehtÂŽs damit im Kindergarten, in der Schule, im Job, in BeZIEHungen,...

StĂ€ndig wird uns gesagt was wir zu tun haben, was wir machen dĂŒrfen und was nicht. Dabei haben wir meist keinerlei Mitspracherecht (wir werden nicht gehört, wir werden nicht gesehen).

Schon als Baby werden Anforderungen an uns gestellt, wie: Warum ist dein Baby schneller gewachsen als meins? Warum kann mein Baby noch nicht krabbeln? Warum hat mein Baby noch keinen Zahn? usw. - dabei wÀre hier schon erkennbar, wie einzigartig einfach jeder Mensch ins seinem Reifegrad und in seinen Lebensschritten ist!

Falsches Selbstbewusstsein entsteht durch Lob und Kritik

Nicht selten werden in der Schule (wie auch von Eltern) Anforderungen an das Kind gestellt, die es kaum oder nur sehr schwer erfĂŒllen kann. WidersprĂŒche, Hinterfragen und Verhandlungsspielraum werden nicht zugelassen. Die Meinung des Kindes spielt keine Rolle. Widersetzt sich das Kind den Anforderungen, drohen Strafen, die frĂŒher physisch, heute eher psychisch durchgesetzt werden.

ErfĂŒllt das Kind jedoch die Erwartungen, wird es belohnt. Mit SĂ€tzen wie "Ich bin stolz auf dich!", "Das hast du gut gemacht!" oder mit Noten und Geschenken.

Was wir daraus lernen ist: Wenn ich das mache, wie es ANDERE von mir erwarten, werde ich belohnt. Wenn ich das mache, wie ICH es machen möchte (oder eigene BedĂŒrfnisse in den Vordergrund stelle), werde ich bestraft. Der junge Mensch wird so abhĂ€ngig von Bewertungen und baut schließlich auch sein SelbstwertgefĂŒhl darauf auf.

Folglich mache ich nur noch das von andere von mir erwarten. Und das ZIEHT sich durch das gesamte Leben.

Schließlich speichert unser Gehirn Belohnungen als "gute" Erinnerung und Kritik als "schlechte" Erinnerung.

Folgen einer autoritÀren ErZIEHung (und hier darf ich auch gleich das Wort BeZIEHung noch miteinwerfen)

  • Kaum SelbstwertgefĂŒhl

  • Kein Raum fĂŒr IndividualitĂ€t, KreativitĂ€t und SpontanitĂ€t

  • Keine Möglichkeit fĂŒr eigene Erfahrungen

  • Gehemmte Persönlichkeitsentwicklung

  • UnterwĂŒrfige Rolle

  • Wenig SelbststĂ€ndigkeit

  • Wenig Entscheidungskraft

  • AggressivitĂ€t, Gereiztheit

Wie kann man nun diese Form der Hierarchie menschenwĂŒrdig ersetzen?

Nimm dein GegenĂŒber (egal ob groß ob klein,...) wahr und begegne ihm auf Augenhöhe. ICH SEHE DICH - ICH HÖRE DICH - ICH NEHME DICH WAHR.

Lass dein Kind selbst entscheiden, ob es zufrieden ist mit dem was es gemacht hat. Frag dein Kind, ob es noch VerÀnderungsbedarf aus seiner Sicht gÀbe.

Ja natĂŒrlich gibt es viele da draußen, die meinen Stil, wie ich meine Kinder im Leben begleite, nicht toll finden. Seinen Kindern oder Mitmenschen auf Augenhöhe zu begegnen ist schließlich mĂŒhsamer, als einfach Regeln aufzustellen, an die man sich zu halten hat.

Wenn wir Menschen auf Augenhöhe begegnen, meinen wir damit, dass wir ihre BedĂŒrfnisse wahrnehmen, und sie als ebenso wichtig betrachten, wie unsere eigenen. Man könnte auch WertschĂ€tzung dazu sagen. ++ Ich schĂ€tze dich ++, oder ++ deine Werte (DU) sind ein Schatz fĂŒr mich ++

Warum erklĂ€ren Erwachsene nicht einfach, warum sie gewisse Regeln aufstellen? Nach wie vor höre ich immer noch SĂ€tze wie: "Ich bin der Erwachsene, ich weiß schon was richtig ist!"

Dabei sollten wir uns von dem Gedanken befreien: „ICH mache das richtig / Meine Meinung zĂ€hlt mehr, weil ICH der Erwachsene bin. (und du NUR das kleine Kind)“

NatĂŒrlich können wir als erwachsene Menschen Situationen anders einschĂ€tzen und abwĂ€gen bzw. auf einen wesentlich grĂ¶ĂŸeren Erfahrungsschatz zurĂŒckgreifen - aber dann erklĂ€rt das euren jungen Menschen doch einfach genau so.

Sich auf Augenhöhe zu begegnen, bedeutet fĂŒr mich auch bildlich gesehen, den anderen nicht von oben herab zu begegnen. Und gerade in Bezug auf unsere Kinder, ist es manchmal wichtig, sich daran zu erinnern, wie es selbst fĂŒr einen war, als man noch Kind gewesen ist.

Bildung nach Reifegrad

In der TAPOJA Akademie setzen wir auf Bildung nach Reifegrad. Hier gibt es keine Noten oder Bewertungen fĂŒr eine erbrachte Leistung (sprich Belohnungssystem). Bei der Reifegrad-Reflektion© wird (wie das Wort schon sagt) der Reifegrad bzw. Bildungsfortschritt reflektiert.

Daraus können mögliche Prozessmaßnahmen erstellt werden. Meist muss nur die Art und Weise des Lernens geĂ€ndert werden.

Die Reifegrad-Reflektionen© reflektieren Bildungsfortschritte und zeigen Fertigkeiten und FÀhigkeiten.

P.S.: Noch ein kleines Wortspiel am Ende zum Nachdenken: VerkehrserZIEHung

TIPP: Schau in unseren Veranstaltungskalender und besuch unser nÀchstes Seminar >>

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